
Zahlreiche Funde zu den Jahren 1801 bis 1811. Schwerpunkt: Kleists Aufenthalt in Böhmen 1809. Erstmals seit 1877 eine unbekannte Schrift Kleists: ›Die Abreise des Königs von Sachsen aus Dreßden‹ (1809) sowie unbekannte Fassungen von drei politischen Gedichten in Joseph von Buols Hand, gleichfalls aus dessen Kopenhagener Nachlass. Fundort: das heutige Mährische Landesmuseum Brno (September 1981). Diese Entdeckungen veranlassten dieses von vielen Rezensenten gelobte Buch.
Stellenweise autobiographische Ortsmonongrafie, die Untersuchungen zu einem Rüstungsbetrieb und den ihm zugeordneten Zwangsarbeitslagern mit der Darstellung der Schicksale ortsansässiger Juden und der Vertreibung der Einwohner nach Kriegsende vereint.
Meine erste Arbeit über Kleist, eine Interpretation. Bis 2002 27 weitere Aufsätze zu Kleist und seinem Umkreis.
Meine Archivstudien zu Arnim bahnten den Weg zu quellengestützten Forschungen über Kleist.
Meine erste Kleist-Entdeckung. Fundort: UB Uppsala, Ende 1977 (Leihgabe aus einem schwedischen Privatarchiv). Einziger vollständig erhaltener Brief an die für Kleist so wichtige Marie von Kleist. Neben den fünf 2024 veröffentlichten Briefen an Buol der wichtigste Fund eines Originalbriefs seit 1934.
Kurz vor den Entdeckungen in Brno (s.o. Buch ›Funde und Studien‹) erschienen. Auftakt zu meinen auf intensiven Quellenforschungen basierenden Studien über Kleists politisches Engagement für Österreich. Zusätzlich Edition der Originalhandschrift von Kleists Aufruf ›Was gilt es in diesem Kriege?‹. Fundort: Kgl. Bibliothek Kopenhagen, aus Joseph von Buols Kopenhagener Nachlass. Von den politischen Schriften des Jahres 1809 existiert nur von diesem Text und der von mir entdeckten ›Abreise des Königs von Sachsen‹ (s.o. Buch ›Funde und Studien‹) heute noch eine Originalhandschrift.
Erstmalige Auswertung einiger Briefe aus dem von Buol-Berenbergschen Schlossarchiv Mühlingen.
Hinweise auf verschollene Kleist-Briefe in Autografenkatalogen. Ferner Entdeckung der Nachschrift zum Brief an Collin vom 14. Februar 1808. Fundort: Biblioteca Estense, Modena.
Martin Roussel verifiziert im Kleist-Jahrbuch 2024 meine damalige Vermutung, dass Ernst von Pfuel, einer der engsten Freunde Kleists, der Verfasser ist.
Fortführung der Erkundungen zu Kleists Reise nach Paris 1801; vgl. Buch ›Funde und Studien‹.
U.a. Originalhandschrift von ›Germania an ihre Kinder‹. Fundort: Stadtarchiv Berlin, seit 1991 Teil des Landesarchivs Berlin. Originalhandschrift von Kleists Brief an Prinz Lichnowsky, 23. Oktober 1810. Fundort: Kreisarchiv Opava (Tschechien).
Die zahllosen Briefe Joseph von Buols an seine Freunde sind fast gänzlich verschollen. Im Nachlass des Dietrich von Miltitz, der auch mit Novalis befreundet war, finden sich einige, die hier verwertet werden. Fundort: Hauptstaatsarchiv Dresden.
Die bis 1993 größte Sammlung von unbekannten Reaktionen auf den Doppelsuizid, darunter auch ausländische.
Zahlreiche unbekannte Lebensspuren zu Kleist. Fundorte: Sächsisches Staatsarchiv Leipzig, Grundherschaft Frohburg, und ein 1927 abgeschlossenes, auf Briefen und Tagebüchern aus dem Schlossarchiv Frohburg basierendes Buchmanuskript Friedrich Krug von Niddas aus Londoner Privatbesitz, das unveröffentlicht blieb. Eine Kopie befindet sich in meinem Vorlass im Kleist-Museum.
Viel Neues zu Brockes, einem wichtigen Freund Kleists in dessen Frühzeit.
Ein weitverbreitetes, noch immer nicht aufgeklärtes Gerücht, dem zufolge Kleist bei Kampfhandlungen schwer verletzt wurde und verstarb. Eins der Rätsel, die das Kriegsjahr 1809 der Kleist-Forschung beschert hat.
Abschrift einer bis dahin unbekannten Fassung des Gedichts aus dem in der Universitätsbibliothek Basel aufbewahrten Teilnachlass des mit Joseph von Buol befreundeten Andreas Merian von Falkach.
Dieser höchst seltene Fund gelang mir im Zusammenhang mit Recherchen zum obenstehenden Aufsatz über Geselligkeit in Jena. Sowohl die Zentralbibliothek Zürich wie auch die Hölderlin-Forschung hatten den Brief übersehen.
Abschrift einer bis dahin unbekannten Fassung aus dem Nachlass der Prinzessin Friederike von Solms-Braunfels, der jüngeren Schwester der Königin Luise von Preussen. In dritter Ehe war die Prinzessin von Solms mit Ernst August, Duke of Cumberland verheiratet, dem späteren König von Hannover. Fundort: Niedersächsisches Hauptstaatsarchiv Hannover.