Preis für den besten studentischen Aufsatz über Texte Heinrich von Kleists

Die Heinrich von Kleist-Gesellschaft lobt 2022 erneut einen ›Preis für den besten studentischen Kleist-Aufsatz‹ aus. Eingereicht werden können literaturwissenschaftliche Beiträge über Heinrich von Kleists Texte. Weitere Einschränkungen in Bezug auf Thema, Text- und Kontextauswahl oder Methodik bestehen nicht. Wir lassen uns gerne von Ihren Ideen überraschen! Einzige Bedingung: Die Verfasserinnen und Verfasser sind Studierende (oder Doktorandinnen und Doktoranden in der Anfangsphase ihrer Promotion). Die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft möchte mit dieser Ausschreibung dezidiert Studierende zum selbständigen Forschen und zur Beschäftigung mit Heinrich von Kleist ermuntern sowie den literaturwissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Der ›Preis für den besten studentischen Kleist-Aufsatz‹ wird einmal jährlich vergeben und ist mit 150 € Preisgeld dotiert. Zusätzlich erhält der / die Preisträger:in eine kostenlose Mitgliedschaft in der Kleist-Gesellschaft für ein Jahr. Die Verleihung der Urkunde findet im Rahmen einer Veranstaltung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft statt.

Die Teilnahme erfolgt durch Selbstbewerbung der Studierenden. Bitte reichen Sie uns den Kleist-Aufsatz (max. 20 Text-Seiten, 12 pt Schriftgröße, Zeilenabstand 1,5) und kurze biographische Informationen ein. Hinweis: Der Aufsatz sollte in Form eines eigenständigen, konzentrierten und in sich abgeschlossenen Beitrags vorliegen. Eine Hausarbeit, BA-Arbeit oder MA-Arbeit kann zwar als Grundlage für den eingereichten Text dienen, müsste aber entsprechend überarbeitet werden.

Bewerbungsschluss ist der 15. August 2022. Bewerbungen werden per Mail erbeten an:

Prof. Dr. Anne Fleig (Freie Universität Berlin) anne.fleig@fu-berlin.de

und

Prof. Dr. Andrea Bartl (Otto-Friedrich-Universität Bamberg) andrea.bartl@uni-bamberg.de

Dort erhalten Sie auf Wunsch auch Beratung und nähere Informationen.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!


Die bisherigen Preisträger:innen

foto von Elaine Chen

Studentischer Aufsatz-Preis der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft 2021 geht an Elaine Chen

Ausgezeichnet wird zum ersten Mal ein englischsprachiger Beitrag, und zwar von Elaine Chen, die 2020 an der Harvard University ihren Abschluss gemacht hat. Aktuell bereitet sie ein Dissertationsprojekt vor. Ihr Aufsatz ›Stranger than Fiction: Thomas Mann and Stefan Zweig on Kleist’s Struggle with the Daemon‹ hat besonders durch die Klarheit der textnahen Argumentation und der interessanten, vielleicht auch überraschenden Verschränkung von Kleist- und Goethe-Rezeption überzeugt. Der Beitrag wird in folgendem Band erscheinen: Heinrich von Kleist: Artistic and Philosophical Legacies. Edited by Jeffrey L. High and Carrie Collenberg-González. Amsterdam/New York: Brill/ Rudolpi 2022.

foto von Tobias Krüger

Studentischer Aufsatz-Preis der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft 2020 geht an Tobias Krüger

Zum zweiten Mal schrieb die Heinrich von Kleist-Gesellschaft in diesem Jahr den Preis für den besten studentischen Aufsatz über Kleists Werk aus. Sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Einsendungen war - trotz der coronabedingten Einschränkungen - erfreulich hoch, sodass wir auch im kommenden Jahr den Preis ausschreiben werden.

Ausgezeichnet wird der Aufsatz von Tobias Krüger, der an der Freien Universität Berlin Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft studiert. Unter dem Titel ›Mit dem Strich gelesen. Zur Verwendung und Funktion des Gedankenstrichs in Kleists Über die allmählige Verfertigung der Gedanken beim Reden‹ führt der Beitrag auf originelle, theoretisch reflektierte  und zugleich historisch sensible Weise vor, dass der Gedankenstrich das poetologische Programm des Kleistschen Aufsatzes kondensiert und es am Ende womöglich ein Gedankenstrich war, der den »Umsturz der Ordnung der Dinge bewirkte«.

foto von Lea Liese

Studentischer Aufsatz-Preis der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft 2019 geht an Lea Liese

Die erste Preisträgerin des 2019 begründeten Kleist-Aufsatz-Preises ist Lea Liese aus Basel, deren theoriegeleiteter Zugriff auf das Guiskard-Fragment besonders überzeugt hat. Ihr Aufsatz ist inzwischen unter dem Titel: ›Kommunikation/Kontamination. Gerücht und Ansteckung bei Heinrich von Kleist‹ im Kleist-Jahrbuch 2020 erschienen.